Welche Rolle spielt unser Selbstbild beim Lernen?

Évi, Gründerin von Evivolution

Évi · Gründerin von Evivolution

Lehrbuch Psychologie in den Händen

„Ich bin einfach nicht gut in Mathe.“ Sätze wie dieser klingen nach einer nüchternen Feststellung. Tatsächlich beeinflussen sie, wie viel Mühe wir uns geben und wie schnell wir aufgeben.

Selbstwirksamkeit: Ich kann das schaffen

Die Psychologie spricht von Selbstwirksamkeit, wenn jemand davon überzeugt ist, eine Aufgabe aus eigener Kraft bewältigen zu können. Wer diese Überzeugung hat, nimmt sich eher schwierige Aufgaben vor, bleibt länger dran und erholt sich schneller von Rückschlägen.

Kurz erklärt

Selbstwirksamkeit beschreibt die Erwartung, eine bestimmte Situation durch eigenes Handeln erfolgreich bewältigen zu können. Der Begriff geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück.

Woher das Selbstbild kommt

Die stärkste Quelle sind eigene Erfolgserlebnisse. Wer erlebt, dass sich Anstrengung lohnt, traut sich beim nächsten Mal mehr zu. Auch Vorbilder, ermutigende Rückmeldungen und der Umgang mit Stress spielen eine Rolle.

Praxis-Tipp

  1. Setze erreichbare Teilziele. Kleine Erfolge stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  2. Halte Fortschritte fest. Ein kurzer Blick zurück zeigt, was du schon geschafft hast.

Quellen

  1. Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman.
Évi, Gründerin von Evivolution

Über die Autorin

Évi ist Gymnasiallehrerin, studiert Psychologie an der FernUniversität in Hagen und hat das universitäre Zertifikat „Entwicklung und Bildung“. Mit Evivolution macht sie psychologische Zusammenhänge verständlich.

Du möchtest an deinem eigenen Lernen arbeiten?

Mit LernKompass entwickeln wir in vier Online-Terminen Strategien, die zu dir passen.

Weitere Beiträge